Speziell Frauen leiden häufig unter oft erblich bedingten Fettansammlungen, vor allem im Bereich der Oberschenkel („Reithosen“), die vom normalen Fettspeicherungs- und -abbauprozess ausgenommen sind. Aber auch bei Männern können solche Fettansammlungen im Bereich von Hüfte und Bauch unförmige „Rettungsringe“ bilden. Hier helfen keine Diät und auch kein Training, es handelt sich um echte Fettverteilungsstörungen, die auch nach Erreichen des Normalgewichtes noch vorhanden sind.
Die Liposuktion (Fettabsaugung) ist geeignet, um diese störenden Problemzonen gezielt und dauerhaft zu beseitigen. Übergewicht allein, ohne Fettverteilungsstörung, stellt allerdings grundsätzlich keine Indikation für eine Liposuktion dar
Möglichkeiten
Die Fettabsaugung kann bei unregelmäßigem Hautrelief auch mit einer Fettunterspritzung kombiniert werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen (Liposculpture).
Vor dem Eingriff
Welches Vorgehen wir Ihnen empfehlen, hängt von Ihrem Befund und natürlich von Ihren Wünschen ab. Grundlage unserer Empfehlung ist daher neben der sorgfältigen Erhebung Ihres Befundes das persönliche, ausführliche Beratungsgespräch, in dem wir Ihre Vorstellungen erfassen und Ihnen mögliche Lösungen vorschlagen. Nach dem Eingriff zu tragende Kompressionswäsche muss vorher abgemessen werden.
Der Eingriff
Der Eingriff kann in den meisten Fällen ambulant und in örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf durchgeführt werden. In Abhängigkeit vom Ausmaß der geplanten Korrektur dauert der Eingriff 1-4 Stunden. Vor Beginn des Eingriffs werden zunächst die überschüssigen Fettdepots auf der Haut markiert. Dann werden die markierten Areale mit einer speziellen Lösung aus Kochsalz und örtlichem Betäubungsmittel („Tumeszenz-Lokalanästhesie“) aufgeschwemmt. Nach einer Einwirkzeit von annähernd einer Stunde wird dann noch einmal von der Lösung nachgefüllt und anschließend mit Handkanülen das aufgeschwemmte Fett über kleine Inzision abgesaugt. Diese so genannte Tumeszenztechnik ist die am längsten erprobte und bewährte Technik. Dennoch ist eine entsprechende Ausbildung und ausreichende Erfahrung notwendig um ein glattes, gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Nach dem Eingriff
Nach dem Eingriff wird sofort die vorbereitete Kompressionswäsche angezogen. Sie sollte in den nächsten zwei Wochen kontinuierlich getragen werden, anschließend noch für vier weitere Wochen tagsüber, um einen optimalen Straffungseffekt über den abgesaugten Arealen zu erzielen. In den ersten Stunden nach dem Eingriff tritt noch etwas Flüssigkeit aus den Inzisionsstellen aus. Leichte Schwellungen und Blutergüsse sowie eine Gefühlsminderung sind normal und vergehen in den nächsten Wochen. Bis das endgültige Ergebnis sichtbar ist, vergeht in der Regel ein Vierteljahr.